Tourdaten
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Datum Sa 08.12.07, 12:11-16:54
Strecke Lüneburg - Handorf - Winsen - Tönnhausen - Sankt Dionys - Lüneburg
  gesamt gefahren
Zeit 04:43:00 03:23:49
Schnitt 12,2 km/h 16,94 km/h
km/Vmax 57,54 km 29,9 km/h
Wetter 3-4 bft W-NW, um 6°-8°
bewölkt, teilw. Sonne
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Teilnehmerliste
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RadlertreffenLüneburg ’07

Tour zum Weihnachtsmarkt in Lüneburg

Bericht

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Dieses Treffen wird wohl als die zwei Treffen, die eigentlich eines hätten sein sollen, in Erinnerung bleiben. Denn aufgrund höherer Gewalt konnten wir nicht wie geplant gemeinsam von Harburg aus nach Lüneburg radeln, sondern fuhren in zwei getrennten Gruppen. Beide Gruppen kamen zwar in Lüneburg auf dem Weihnachtsmarkt an, allerdings nicht zur selben Zeit - und auch nicht am selben Glühweinstand.

Aber der Reihe nach. Wir, also Christiane, Karina, Ingo und ich trafen uns gegen 11:00 Uhr am Lüneburger Hauptbahnhof, um gemeinsam mit dem Zug nach Harburg zum vereinbarten Treffpunkt zu fahren. Dort wollten wir die anderen - Anne, Petra, Heinz, Kai und Thomas - treffen, um gemeinsam zurück nach Lüneburg auf den Weihnachtsmarkt zu radeln.

Ein Gruppe steht in Lüneburg …

Aufnahmestandort:
N 53° 14′ 59.13″, O 10° 25′ 9.25″
Ein Gruppe steht in Lüneburg …

Wir kamen nicht weit. Gerade mal bis Gleis 2 des Lüneburger Hauptbahnhofs. Der Zug nahm uns wegen Überfüllung des Radabteils gar nicht erst mit. Wer konnte auch ahnen, daß eine Gruppe Rollstuhlfahrer das komplette Radabteil in Beschlag genommen hatte?

Die Alternative, eine Regionalbahn, welche 5 Minuten später fuhr, kam auch nicht in Frage. Hierzu hätten wir unsere Räder viermal die Bahnsteigtreppen rauf- und runter tragen und zusätzlich noch zum 2ten Lüneburger Bahnhof wechseln müssen. Das war in der Zeit natürlich nicht möglich, und so fuhren die Züge ohne uns ab.

… die andere in Harburg

Aufnahmestandort:
N 53° 27′ 24.06″, O 9° 59′ 35.55″
… die andere in Harburg

Zwar bekamen wir den kompletten Fahrpreis für Fahrkarte und Fahrradkarten erstattet, nun hatten wir aber das Problem, daß wir den Leuten in Harburg nicht Bescheid geben konnten. Keiner von uns hatte eine Handynummer von einem der anderen. Und der nächste Zug fuhr erst in einer Stunde, so lange würden die anderen in Harburg nicht warten. Schließlich konnten sie ja nicht wissen, das wir noch kommen würden.

Die Brücke ist wohl zu kurz

Aufnahmestandort:
N 53° 24′ 30.49″, O 10° 2′ 44.57″
Die Brücke ist wohl zu kurz

Wir entschlossen uns also, der anderen Gruppe mit dem Rad entgegenzufahren. Zwar kannten wir nicht die genaue Route, welche die anderen fahren wollten; immerhin wußten wir aber, daß sie nicht entlang der Elbe, sondern entlang der Gleise fahren wollten. Also rechneten wir uns eine gewisse Chance aus, tatsächlich auf die anderen zu treffen. Lediglich Karina fuhr nicht mit. Sie fühlte sich ohnehin nicht besonders, vielleicht befürchtete sie auch, mit uns drei Liegeradlern nur schwer mithalten zu können.

Also machten wir uns zu dritt auf den Weg Richtung Winsen, was etwa auf halbem Weg zwischen Lüneburg und Harburg liegt. Laut Karte endet dort auch der Radweg direkt neben den Gleisen von Harburg aus gesehen. An der Stelle konnten wir die andere Gruppe also abfangen, wir mußten nur vor ihnen dort sein.

Ob die anderen hier<br>vorbeikommen?

Aufnahmestandort:
N 53° 21′ 44.24″, O 10° 10′ 25.2″
Ob die anderen hier
vorbeikommen?

Um möglichst als erste in Winsen anzukommen fuhren wir auf direktem Weg, also direkt entlang der Bundesstraße 4, nach Winsen. Entlang der Bundesstraße verläuft zwar durchgehend ein Radweg, besonders schön ist es aber nicht zu fahren. Es geht eben immer geradeaus und man wird von viel Verkehr begleitet. Sonderlich schnell waren wir trotzdem nicht, denn der Wind kam ziemlich kräftig aus West-Nordwest, also fast genau von vorne; und so brauchten wir für die etwa 26 Kilometer lange Strecke rund eineinhalb Stunden.

Seltener Anblick: 3 Liegeräder<br>in freier Wildbahn

Aufnahmestandort:
N 53° 21′ 44.24″, O 10° 10′ 25.2″
Seltener Anblick: 3 Liegeräder
in freier Wildbahn

Der Wind war zwar hinderlich, das Wetter ansonsten aber gar nicht so schlecht zum Radeln. Mit rund 7° war es noch nicht zu kalt, und wir blieben, abgesehen von ein paar Tröpfchen, trocken. Und wir waren auch vor den anderen in Winsen. Denn als wir gegen 13:45 Uhr am Ende des Radwegs entlang der Bahnstrecke nördlich von Winsen ankamen, war die andere Gruppe noch in Achterdeich, also etwa 3 Kilometer vor Winsen. Dank moderner Technik wie GPS läßt sich sowas ja nachträglich sehr genau feststellen.

Trotz aller Technik, und obwohl wir eine dreiviertel Stunde warteten, trafen wir die anderen nicht. Denn die waren nicht weiter entlang der Gleise gefahren, sondern ab Achterdeich über die Felder direkt Richtung Ilmenaukanal und somit im großen Bogen um Winsen herum.

Pause muß sein

Aufnahmestandort:
N 53° 21′ 41.74″, O 10° 18′ 7.61″
Pause muß sein

Als wir uns also gegen 14:30 auf den Rückweg machten, waren die anderen bereits am Ilmenaukanal und somit für uns eigentlich uneinholbar. Wir hätten sie sowieso nicht einholen können, denn wir wußten ja nicht, wo sie fuhren. Für den Rückweg hatten wir uns zwar auch für eine schönere Route entschieden, allerdings nicht direkt am Ilmenaukanal entlang sondern etwas westlich davon durch die Dörfer. Wir kreuzten aber noch zweimal die Route der anderen, einmal direkt hinter Winsen in Tönnhausen und ein zweites mal kurz vor Lüneburg an der Wilhelmsbrücke über den Kanal.

Er wird Pilze sammeln - oooder?

Aufnahmestandort:
N 53° 22′ 5.45″, O 10° 17′ 7.77″
Er wird Pilze sammeln - oooder?

In Tönnhausen trennten uns aber bereits 17 Minuten. Und obwohl wir diesen Abstand noch deutlich verkürzen konnten - an der Wilhelmsbrücke waren es nur noch 4 Minuten, bekamen wir die anderen nicht zu Gesicht. Wir wußten ja auch nicht, wie dicht wir sie verpaßten. Wir wußten ja noch nicht einmal, ob die Harburger Gruppe überhaupt Richtung Lüneburg losgefahren war. Es hätte ja auch sein können, daß sie sich für eine andere Tour rund um Harburg entschlossen hätten, oder das in Harburg gar keine Gruppe, sondern nur ein oder zwei Leute zusammengekommen waren welche dann die ganze Aktion abgebrochen hatten.

Trotzdem hatten wir eine schöne Tour. Vor allem die Rückfahrt durch die Dörfer hat richtig Spaß gemacht. Das Wetter spielte mit und es blieb trocken, außerdem ist das eine wirklich empfehlenswerte Strecke. Auch der Wind kam nun von hinten, und obwohl wir nicht mehr auf Tempo fuhren war das sehr angenehm. Nur das Stück zwischen Sankt Dionys und Bardowick war nicht so toll. Man fährt rund 2½ Kilometer über eine Schlaglochpiste, vor allem mit drei Rädern kein angenehmes fahren.

Kleine Rückschläge

Aufnahmestandort:
N 53° 15′ 31.72″, O 10° 24′ 33.32″
Kleine Rückschläge

Gegen kurz vor 17:00 Uhr kamen wir schließlich am Lüneburger Weihnachtsmarkt an. Zu der Zeit hatten wir einen Vorsprung von rund 3 Minuten vor der anderen Gruppe. Vielleicht hätten wir sie tatsächlich noch auf dem Weihnachtsmarkt getroffen, so groß ist der in Lüneburg ja nicht. Allerdings hatte die andere Gruppe genau zu der Zeit, als wir ankamen, einen größeren Rückschlag zu bewältigen. Anne war über eine große Spaxschraube gefahren, die ihr den Reifen ordentlich aufgeschlitzt hatte.
Während wir also am Glühwein schlürften, standen die anderen keinen Kilometer von uns entfernt an der Straße und versuchten, den kapitalen Reifenschaden irgendwie zu beheben.

Derweil die "Lüneburger" schon<br>am Glühwein nippen

Aufnahmestandort:
N 53° 15′ 0.8″, O 10° 24′ 31.67″
Derweil die "Lüneburger" schon
am Glühwein nippen

Lange hielten wir uns nicht auf dem Weihnachtsmarkt auf. Ein Glühwein und eine Currywurst später machte ich mich also gegen kurz vor halb sechs auf den Weg Richtung Ochtmissen, wo ich bei einem Bekannten übernachten wollte. Ich war noch nicht weit gefahren, als mir auf einmal jemand aus der Dunkelheit von der anderen Straßenseite aus zurief. Tatsächlich, da standen sie, und waren dabei Annes Rad zu flicken. Wenn wir uns schon nicht während der Tour getroffen hatten, so konnten wir wenigstens noch einen kurzen Plausch halten und erste Erfahrungen austauschen.
Ob sie den Reifen noch reparieren konnten? Soweit ich gehört habe wohl nicht, sie mußten wohl den letzten Kilometer schieben. Auf jeden Fall sind sie auf noch dem Weihnachtsmarkt angekommen und konnten ihren wohlverdienten Glühwein genießen. Da ich bereits in Ochtmissen verabredet war, konnte ich leider nicht noch mal mit zum Glühweintrinken kommen.

Schließlich sind auch die<br>"Harburger" am Ziel

Aufnahmestandort:
N 53° 15′ 2.37″, O 10° 24′ 29.54″
Schließlich sind auch die
"Harburger" am Ziel

Allen widrigen Umständen zum Trotz war es eine schöne Tour. Nur werde ich nächstes mal darauf achten, die Handynummern von ein paar anderen Teilnehmern vorher zu erfragen. Denn hätten wir uns absprechen können, dann hätten wir uns sicher in Winsen treffen und den Rückweg gemeinsam fahren können.

Noch ein Hinweis zu diesem Bericht: die Bilder (sowohl hier als auch in der Galerie) stammen von beiden Gruppen und sind chronologisch, nicht nach Gruppe unterteilt, geordnet. Die Tourdaten in der Tabelle am Anfang dieser Seite sind die Daten der Gruppe aus Lüneburg. In der Datei mit den GPS-Tracks sind aber die Tracks beider Gruppen drin.

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