Tagesdaten
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Datum Mi 11.05.05, 10:33-11:28
Strecke Welche Strecke?
  gesamt gefahren
Zeit 00:55:30 00:32:41
Schnitt 5,22 km/h 8,87 km/h
km/Vmax 4,83 km 22,2 km/h
Wetter 2-3 bft WNW, 12,3°-15°
bedeckt
GPS kein Track vorhanden
Fahrberichte
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Meine AnhängerFahrberichte Planwagen11.05.05

Planwagen-Testfahrten

11.05.05, Ausfahrt mit Katastrophe

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Alles bereit zur Abfahrt …

Aufnahmestandort:
N 52° 40′ 30.13″, O 9° 28′ 41.73″
Alles bereit zur Abfahrt …

Eigentlich sollte der Bericht von dieser Tour in den Bereich Meine Touren erscheinen. Und er sollte auch etwas länger werden, nämlich eine mehrtägige Radtour beschreiben. Geplant hatte ich nämlich, heute Richtung Bistensee aufzubrechen, wo am Wochen­ende das Rad-Forum Treffen stattfindet. Es sollte also über ~ 250 km hin gehen - und natürlich auch wieder zurück.

Es kam natürlich alles ganz anders, und endete in einer kleinen Katastrophe.

Schon kurz vor der Abfahrt gab’s die erste Überraschung. Eine der 4 LED-Innenleuchten ist doch tatsächlich durchgebrannt - etwas, daß mit LED-Glühlampen eigentlich gar nicht passieren darf. Aber gut, es waren ja noch 3 übrig, sollte also kein großes Problem sein.

… nur das Wetter ist noch unentschlossen

Aufnahmestandort:
N 52° 40′ 30.13″, O 9° 28′ 41.73″
… nur das Wetter ist noch unentschlossen

Gegen halb elf waren dann nach mehrtägiger Vorbereitung alle Sachen gepackt, die Strecke rausgesucht und der Regen hatte aufgehört. Beste Voraussetzungen also zum Start.

Weit kam ich allerdings nicht. Gerade mal 1 km hinter dem Ortsausgang hörte ich ein leichtes Knacken von hinten; ein Geräusch, was mir bisher noch nicht aufgefallen war. Viel Zeit blieb mir nicht, darüber nachzudenken was das gewesen sein könnte. Etwa 50 Meter später merke und höre ich auf einmal, wie die Stützfüße des Planwagens auf dem Asphalt schleifen. OK, nicht weiter schlimm dachte ich, habe ich wohl einen der Stützfüße nicht richtig festgeschraubt.

2,5 km weiter …

Aufnahmestandort:
N 52° 41′ 19.62″, O 9° 29′ 51.91″
2,5 km weiter …

Richtig seltsam wurde es erst, als ich versuchte, die Fuhre zum Stehen zu bringen. Auf einmal führte der Planwagen einen regelrechten Tanz auf. Schließlich brauchte ich die ganze Straßenbreite, um die Fuhre aus rund 22 km/h schlingernd zum Stehen zu kriegen.

Auch jetzt dachte ich immer noch nichts schlimmes, höchstens vielleicht, daß sich die Kupplung gelöst hätte und ich somit den Planwagen am Sicherungsseil hinter mir her gezogen hätte.
Ein Blick nach unten zeigte aber, die Kupplung ist noch dran. Allerdings stand der Planwagen in sehr komischen Winkel hinter dem Rad, irgendwie ganz anders, als die Stellung der Deichsel vermuten ließe.

… Tour ist zu Ende!

Aufnahmestandort:
N 52° 41′ 19.62″, O 9° 29′ 51.91″
… Tour ist zu Ende!

Des Rätsels grausame Lösung: die Deichsel war in voller Länge vom Fahrgestell des Planwagens abgerissen! Die einzige Verbindung zwischen Rad und Planwagen bestand nur noch in dem Stromkabel, welches durch die Deichsel zum Fahrrad verläuft. Das hat zum Glück gehalten, sonst wäre der Planwagen bestimmt im Straßengraben gelandet und womöglich noch mehr beschädigt worden.

Wieder zurück

Aufnahmestandort:
N 52° 40′ 30.13″, O 9° 28′ 41.73″
Wieder zurück

Es ist sicher zu früh um genau bestimmen zu können, woran es nun gelegen hat. Immerhin hatte die Deichsel ja bereits über 180 Kilometer Testfahrt schadlos überstanden.
OK, heute war zum ersten Mal volles Gepäck an Bord, aber damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Auf jeden Fall muß die Schweißnaht zwischen Deichsel und Fahrgestell irgendwie entlastet werden, z.B. durch eine weitere Querverstrebung zwischen Deichsel und Rahmen. Denn sowas soll bestimmt nicht noch mal passieren.

Zumindest endete meine erste mehrtägige Planwagentour mit einem zweieinhalb Kilometer langen Rückmarsch. Wenn überhaupt etwas Positives dabei herausgekommen ist: er lässt sich wirklich leicht schieben!

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