Tagesdaten
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Datum Do 14.07.05, 10:29-20:36
Strecke Fischbeck - Hameln - Bodenwerder - Holzminden
  gesamt gefahren
Zeit 10:07:20 05:00:54
Schnitt 6,77 km/h 13,67 km/h
km/Vmax 68,57 km 31,7 km/h
Wetter 1-3 bft W, 24,3° - 38,2°
sonnig, nachmittags drehender Wind
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Meine TourenFrankfurt ’05Do, 14. Juli ’05

Planwagentour nach Frankfurt, 2. Tag

14.07.05, Fischbeck - Holzminden

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Die Nacht an der Weser war wohl einfach zu ruhig. Auf jeden Fall habe ich viel zu lange geschlafen. Es kann aber auch an der Anstrengung von gestern liegen - ein paar Tage dauert es wohl noch, bis ich mich wieder daran gewöhnt habe.

Erstes Päuschen in Hameln

Aufnahmestandort:
N 52° 6′ 16.38″, O 9° 21′ 12.28″
Erstes Päuschen in Hameln

Also ging es gegen halb elf mit viel zu dürftigem Früh­stück auf die Strecke. Anfangs war zum Glück die Strecke recht flach, und auch mit dem Wind hatte ich heute nicht zu kämpfen. Trotzdem waren die Beine vom ersten Meter an recht müde.

In Hameln wird der Weserradweg externer Link ziemlich blöd durch ein Industriegebiet geführt. Zum Glück ist dieser Teil aber auch in der Stadt gut ausgeschildert, so daß man sich kaum verfahren kann.

Geschätzte Steigung: 40%

Aufnahmestandort:
N 52° 5′ 25.27″, O 9° 21′ 45.4″
Geschätzte Steigung: 40%

Am Ende des Industriegebietes gibt es dann allerdings eine kleine Überraschung: endet doch der Weg in einer Brücke über einen Bach, die man selbst ohne Anhänger mit dem Rad nicht fahrend bewältigen kann. Ich möchte mal wissen, was in den Köpfen der Radwegplaner vorgeht, wenn sie solche Streckenführung ausschildern?!

Für mich war nun die Frage: umkehren und eine Alternative suchen oder Planwagen abkuppeln und über die Brücke schieben. Ich entschied mich für letzteres, was fast katastrophal endete. Rauf auf die Brücke ging es schon recht schwer, aber runter konnte ich den Wagen nur gerade so noch halten. Und das Beste kam zum Schluss: auf der anderen Seite der Brücke hatte man einen schönen Radwegeplan aufgestellt, auf dem auch eine Alternativroute eingezeichnet war.

Weserradweg bei Bodenwerder

Aufnahmestandort:
N 51° 59′ 48.31″, O 9° 30′ 13.32″
Weserradweg bei Bodenwerder

Wie auch immer, ich hatte die Brücke geschafft und machte mich auf den weiteren Weg an der Weser entlang. Mittlerweile brannte die Sonne wieder richtig kräftig, und meine Beine wurden immer schlapper. Also machte ich bereits nach 20 km Mittagspause und holte erst mal nach, was ich morgens sträflich vernachlässigt hatte: ausgiebig essen.

Nein, ich bin nicht in den Alpen!

Aufnahmestandort:
N 51° 59′ 34.17″, O 9° 30′ 46.96″
Nein, ich bin nicht in den Alpen!

Im weiteren Verlauf hinterließ der Weserradweg einen zwiespältigen Eindruck: von gut asphaltierten Stücken über Schotterstücke bis hin zu uraltem Asphalt mit durchbrechenden Baumwurzeln war alles vertreten.

Landschaftlich verlief der Weg aber vorerst sehr schön, meist in Ufernähe und abseits viel befahrener Straßen.
Kurz nach Hajen dann die Beinahe-Katastrophe: ich hatte mich mit rund 25 km/h in eine S-Kurve geschmissen, da gab’s auf einmal einen Ruck und dann ein starkes Schleifgeräusch vom rechten Rad des Wagens. Das Rad war wegen der starken seitlichen Kräfte einfach aus dem äußeren Ausfallende gerutscht und hing nun schräg im Radkasten.

Pause in Bodenwerder

Aufnahmestandort:
N 51° 58′ 27.04″, O 9° 31′ 0.28″
Pause in Bodenwerder

Zum Glück hatte dabei das Rad selber keinen Schaden genommen, nicht mal eine Acht hatte es abbekommen. Scheinbar habe ich es recht gut eingespeicht.
Ich bin mir zwar sicher, daß das ganze passiert ist, weil ich die Radmutter nicht richtig angezogen hatte, trotzdem habe ich von dem Moment an vor jeder scharfen Kurve erst mal ordentlich abgebremst - man kann ja nie wissen.

Oben angekommen, Steigung bei Polle

Aufnahmestandort:
N 51° 53′ 55.28″, O 9° 27′ 43.18″
Oben angekommen, Steigung bei Polle

Im weiteren Verlauf wurde die Strecke immer hügeliger. Zwar nicht besonders stark, aber dafür mit ein paar heftigen Rampen. Die steilste davon hatte ausgeschilderte 26%! Da fragt man sich doch, ob man wirklich an einem Flußradweg fährt. Zum Glück mußte ich diese Rampe aber runterfahren, was mit dem Gewicht hinten dran trotzdem eine heikle Sache ist.

Bei Polle gab’s dann ein Stück, wo der Weserradweg wohl noch nicht fertig war (auf dem Rückweg war er es dann). Ich mußte eine 13% Steigung ca. 200 Meter hochschieben. Das scheint für längere Stücke auch in etwa die Maximalsteigung zu sein, die man mit dem Gefährt schieben kann. Kurze Rampen gehen aber auch wenn sie noch steiler sind - was im weiteren Verlauf der Tour noch öfters vorkam.

Nachtlager hinter Holzminden

Aufnahmestandort:
N 51° 48′ 7.87″, O 9° 25′ 27.4″
Nachtlager hinter Holzminden

Die Hitze ließ zwar kaum nach, aber kurz vor Holzminden wurde der Streckenverlauf wenigstens wieder flacher. Die letzen 5 km vor Holzminden fährt man auf einem Deich. Teilweise ist der Schotterweg dort auch noch mit einer hübschen Grasnarbe in der Mitte versehen, was bei Mehrspuranhängern immer unangenehm ist.
Kurz hinter Holzminden machte ich mich dann wieder auf die Suche nach einem Nachtlager, welches auch schnell gefunden war. In einer kleinen Baumgruppe in der Nähe der Kiesteiche war ein sehr schönes und ruhiges Plätzchen.


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