Tagesdaten
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Datum Mo 01.08.05, 10:23-17:05
Strecke Leveste - Seelze - Garbsen - Otternhagen - Rodewald
  gesamt gefahren
Zeit 06:42:33 04:38:34
Schnitt 7,39 km/h 10,67 km/h
km/Vmax 49,55 km 21,3 km/h
Wetter 4-6 bft W/NW, 17,4°-24,6°
bedeckt, wenig Sonne
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Meine TourenFrankfurt ’05Mo, 01. August ’05

Planwagentour nach Frankfurt, 20. Tag

01.08.05, Leveste - Rodewald

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Nun war er also angebrochen, der letzte Tag unserer großen Tour. Und so ziemlich alles schien perfekt zu sein: der Regen war vorüber gezogen, die Temperaturen angenehm aber nicht mehr so heiß und wir waren gut motiviert.

Da machte es auch nichts, daß wir von Anfang an die meiste Zeit starken Wind von schräg vorne hatten. Wir hatten bestens gefrühstückt und wollten heute unser Ziel erreichen.

Start zur letzten Etappe

Aufnahmestandort:
N 52° 19′ 16.84″, O 9° 33′ 8.97″
Start zur letzten Etappe

Die ersten 5 km von Leveste bis Kirchwehren mußten wir an der Straße fahren. Diese ist allerdings nicht stark befahren, und danach hatten wir erst mal einen Radweg.

Soviel Energie hätte ich auch gerne noch gehabt

Aufnahmestandort:
N 52° 25′ 59.75″, O 9° 35′ 43.56″
Soviel Energie hätte ich auch gerne noch gehabt

Der Weg weiter über Seelze nach Garbsen war denn auch schon der schönste Teil der Strecke. Aber das wusste ich vorher schon, da ich diese Strecke schon öfters, aber ohne Planwagen, gefahren bin.

In Garbsen fanden wir erst mal einen geeigneten Platz für eine große Pause: einen Spielplatz. So langsam kam auch die Sonne immer häufiger heraus und es wurde klar, daß wir heute wohl keinen Regen abbekommen würden.

B6: einfach nur langweilig

Aufnahmestandort:
N 52° 26′ 28.17″, O 9° 35′ 3.27″
B6: einfach nur langweilig

Die Weiterfahrt ab Garbsen war erst mal einfach nur langweilig. Man fährt kilometerlang schnurgerade am Rande der B6, einer stark befahrenen mehrspurigen Bundesstraße. Erst kurz vor Frielingen führt der Radweg ein wenig weg von der B6 und wir nutzten die Gelegenheit, noch eine Pause einzuschieben.

Wir machten dann noch einen kleinen Abstecher nach Frielingen hinein. Dort hatte ich als Kind im Alter meiner Tochter gewohnt und war zur Grundschule gegangen. Die wollte meine Tochter natürlich auch mal sehen. Zudem führt von da an ein Weg über die Felder und durch den Wald Richtung Otternhagen, so daß wir nicht an der Landstraße entlang fahren mußten.

Nix da! Trampen verboten

Aufnahmestandort:
N 52° 32′ 3.77″, O 9° 31′ 28.27″
Nix da! Trampen verboten

Nur die letzten 1,5 km vor Otternhagen geht es dann wieder an die Landstraße, aber die waren schnell geschafft. Anders als die Ortsdurchfahrt von Otternhagen. Die Ortschaft ist 5 km lang und kommt Ortsfremden - wie auch meiner Tochter - beim Radfahren so vor, als würde sie nie enden.

Natürlich endete Otternhagen irgendwann und es ging weiter über die Felder nach Wulfelade. Dort machten wir erst noch mal eine Pause, denn zwischen Wulfelade und Büren kommt noch mal ein kleiner Berg - der letzte Berg der ganzen Tour.

Der letzte Anstieg

Aufnahmestandort:
N 52° 34′ 19.73″, O 9° 30′ 0.77″
Der letzte Anstieg

Der Anstieg ist zwar nicht besonders steil, aber geht lange geradeaus. Deshalb ist es eher ein psychischer Anstieg, vor allem wenn man so langsam unterwegs ist wie wir es waren. Auf halber Höhe stürzte meine Tochter dann auch noch - nicht schlimm, eigentlich mehr im Stand. Man merkte aber, daß sie schon sehr aufs Ankommen eingestellt war und keine Lust mehr hatte, noch lange zu fahren.

Der letzte Spielplatz

Aufnahmestandort:
N 52° 35′ 29.25″, O 9° 30′ 3.86″
Der letzte Spielplatz

Wir haben dann in Büren an einem Spielplatz noch mal eine Pause gemacht. Eigentlich ist es gar kein Spielplatz, sondern nur ein einziges Spielgerät. Aber das reicht meiner Tochter vollkommen aus.

Kurz hinter Büren konnten wir dann zum ersten mal Rodewald sehen - bzw. die Spitze des Kirchturms von Rodewald. Ein Anblick der wirklich beflügelt, vor allem wenn man weiß, daß es jetzt auch nicht mehr bergauf gehen wird.

Ziel in Sicht: Kirchturm von Rodewald

Aufnahmestandort:
N 52° 35′ 57″, O 9° 29′ 18.38″
Ziel in Sicht: Kirchturm von Rodewald

Bald hatten wir dann auch das Ortsschild von Rodewald erreicht und fühlten uns beinahe wie am Ziel. Allerdings ist Rodewald noch viel länger als Otternhagen, mehr als doppelt so lang. Vom Ortsschild bis zu mir nach Hause waren es denn auch noch über 5 km.
Die gingen aber fast wie im Flug vorüber und wir hatten das Ziel erreicht.

Ziel erreicht

Aufnahmestandort:
N 52° 38′ 7.03″, O 9° 29′ 26.39″
Ziel erreicht

Wenn ich ein Fazit ziehen kann: es hat unheimlich Spaß gemacht, auch wenn eine Tour mit einem so schweren Anhänger ungleich schwerer ist als eine "normale" Radtour. Besonders stolz bin ich aber auf meine Tochter, die 548 km mitgefahren ist; und das auf einem 25 Jahre alten 16"-Kinderfahrrad ohne Gangschalung.

Und was macht meine Tochter, eine Stunde nachdem wir das Ziel erreicht haben? Sie setzt sich aufs Rad und fährt ins Nachbardorf zu meinem anderen Bruder, nur um Hallo zu sagen. So wurden für sie aus den 548 km am Ende 560 km!


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