Tagesdaten
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Datum Mo 18.09.06, 10:19-19:58
Strecke Rheindorf - Dormagen - Zons - Uedesheim - Düsseldorf - Uerdingen - Moers - Rheinberg - Wesel
  gesamt gefahren
Zeit 09:38:43 06:32:30
Schnitt 10,16 km/h 14,99 km/h
km/Vmax 98,03 km 29,6 km/h
Wetter 0-1 bft N, 16,4° - 18,6°
meist Regen
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Meine TourenDeutschland ’06Mo, 18. September ’06

Planwagentour durch Deutschland, 28. Tag

18.09.06, Rheindorf - Wesel

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Schon gestern war es ja den ganzen Tag trüb gewesen, heute Nacht hatte es dann tatsächlich angefangen zu regnen. Daher trieb es mich morgens nicht gerade aus dem Bett, und so bin ich auch erst um halb elf losgefahren, als der Regen etwas nachgelassen hatte.

Schon nach gut einem Kilometer war ich an der Fähre in Hitdorf, wo ich erst mal auf die linke Rheinseite übersetzte. Bei leichtem Nieselregen ging es dann auf dem Rheinradweg externer Link weiter, der bis Dormagen gut ausgebaut auf einem Damm verläuft und super zu fahren war. Zum Glück hatte der Wind etwas nachgelassen, denn der kam immer noch vorwiegend direkt von vorne.

Nachtlager bei Rheindorf

Aufnahmestandort:
N 51° 3′ 0.33″, O 6° 55′ 55.89″
Nachtlager bei Rheindorf

Da der Rad­weg zwischen Dormagen und Zons zu­nehmend schlechter wurde, fuhr ich dann ab Zons auf der Landstraße weiter, die zum Glück auch nur sehr schwach befahren war. Im nächsten Ort, es muß wohl Stürzelberg gewesen sein, war dann Meerbusch mit rund 42 Kilometern ausgeschildert. Meerbusch war ja mein eigentliches Tagesziel für heute gewesen, aber sollte ich mich so stark verrechnet haben bei meiner Tour­planung? Das waren ja rund 20 Kilometer mehr als geplant.

Verplant hatte ich mich natürlich nicht, lediglich ein paar unnötige Umwege eingeplant, wie sich bald herausstellen sollte. Denn ich wollte ja eigentlich durch den Neusser und den Düsseldorfer Hafen fahren. In Uedesheim stellte sich aber heraus, daß ein gut ausgebauter Radweg über die Südbrücke führt. Also überquerte ich hier bereits den Rhein und fuhr auf geradem Wege über Bilk nach Düsseldorf hinein.

Alles grau in grau

Aufnahmestandort:
N 51° 3′ 24.42″, O 6° 55′ 2.82″
Alles grau in grau

Diese Routenänderung hat mir dann auch ca. 10 Kilometer Weg eingespart, und war sicherlich nicht unangenehmer zu fahren als es durch den Hafen gewesen wäre. Zwar mußte ich innerhalb von Düsseldorf meist auf der Straße fahren, aber das war gar nicht so schlimm. Da es meist mehrspurige Straßen waren, hatten die Autos genug Platz um an mir vorbeizukommen.

Auf diesem Weg kam ich dann auch bei der größten Düsseldorfer Buchhandlung vorbei, wo ich mir erstmal was neues zum Lesen kaufte. Mittlerweile hatte ich nämlich alle Bücher durch und so kam das ganz passend. In der Altstadt von Düsseldorf legte ich erst mal eine Pause ein und holte mir eine Pizza. Leider fing es immer stärker an zu regnen, und so suchte ich mir bald ein überdachtes Plätzchen vor dem Spiegel, einer Altstadtkneipe.

Bücherkauf in Düsseldorf

Aufnahmestandort:
N 51° 12′ 58.89″, O 6° 46′ 36.24″
Bücherkauf in Düsseldorf

Der Regen hörte nicht auf, und da ich ja schlecht mitten in der Düsseldorfer Altstadt übernachten konnte, fuhr ich notgedrungen bei Regen weiter. Teilweise war der Regen fast wolkenbruchartig, und so war ich trotz Regenjacke schon ziemlich durchgenässt, als ich an der Oberkasseler Brücke wieder die Rheinseite wechselte.

Ab Meerbusch wird der Weg dann wieder richtig schön. Er führt bis Nierst auf dem Rheindamm entlang und ist sehr gut asphaltiert. Ab Nierst geht es dann aber auf der Straße weiter, und je mehr man sich dem Krefelder Hafen nähert, desto mehr LKWs sind dort unterwegs. Der Regen hatte zwar etwas nachgelassen, aber es nieselte noch ständig und machte keinen richtigen Spaß.

Die längste Theke der Welt

Aufnahmestandort:
N 51° 13′ 34.36″, O 6° 46′ 25.53″
Die längste Theke der Welt

Da ich keine Lust hatte, auch noch mitten durch den Duisburger Hafen zu fahren, blieb ich ab Krefeld an der Straße und fuhr auf direktem Wege über Moers in Richtung Rheinberg. So war ich schon vor 3 Jahren auf meiner ersten großen Tour gefahren, den Weg kannte ich also. Ist zwar nicht besonders schön, aber es sind durchgehend Radwege an der Straße und bei diesem Wetter hatte ich ohnehin keinen Blick für die Natur. Netter Nebeneffekt: so sparte ich mir weitere 14 Kilometer ein, gegenüber der ursprünglichen Planung.

Da muß ich nicht rauf

Aufnahmestandort:
N 51° 16′ 46.37″, O 6° 42′ 3.06″
Da muß ich nicht rauf

Kurz vor Moers hatte ich auch noch einen Platten am Hinterrad. Sowas macht bei Regen besonders viel Spaß, immerhin konnte ich bei der Gelegenheit auch noch gleich die Speiche ersetzen, die nur wenige Kilometer zuvor gerissen war. Die ständigen Speichenbrüche am Hinterrad sind wohl immer noch eine Folge des ersten Kupplungsbruches, wo ja die Deichsel zwischen Speichen und Hinterbau geschoben wurde. Zum Glück habe ich dafür genug Ersatzspeichen mit.

In Rheinberg hörte es dann endlich auf zu regnen. Einen geeigneten Schlafplatz konnte ich hier aber nicht finden. Es waren einfach überall Häuser und nirgendwo ein schützender Busch oder eine Baumgruppe. Als ich hinter Ossenberg endlich raus aus den dicht bebauten Gebieten kam, ging es direkt wieder auf den Deich. Hier war auch keine Möglichkeit, denn vom Deich ist kein runterkommen, weil rechts und links davon durchgehend eingezäunte Weiden liegen.

Bei Rheinkilometer 813 überquerte ich dann zum letzten Mal den Rhein und fuhr durch Wesel. Hier kannte ich mich ja bestens aus, denn hier hatte ich ja ein paar Jahre lang gewohnt und gearbeitet. Das kurz hinter der Brücke schon wieder eine Speiche am Hinterrad brach, brachte mich auch nicht mehr besonders aus der Ruhe, irgendwann gewöhnt man sich auch an lästige Dinge. Einen Schlafplatz fand ich dann kurz hinter Wesel auf einem abgeernteten Kornfeld, direkt hinter einer Baumreihe. Ich konnte nur hoffen, daß der Bauer nicht gerade morgen früh als erstes dieses Feld pflügen wollte.


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