Tagesdaten
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Datum Mi 20.09.06, 08:54-19:02
Strecke Ahle - Heek - Ochtrup - Wettringen - Salzbergen - Emsbüren - Lingen - Meppen - Haren
  gesamt gefahren
Zeit 10:08:14 06:58:53
Schnitt 10,61 km/h 15,41 km/h
km/Vmax 107,55 km 33,3 km/h
Wetter 2-4 bft SSW, bis 22 km/h
14,9°-22,6°, sonnig
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Meine TourenDeutschland ’06Mi, 20. September ’06

Planwagentour durch Deutschland, 30. Tag

20.09.06, Ahle - Haren

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Die letzten Tage war ich so gut voran gekommen, daß ich nun tatsächlich die 3 Tage wieder gut gemacht habe, die ich durch meine unfreiwillige Unterbrechung in Freiburg verloren hatte. Wenn ich nun noch einen Tag gegenüber meiner Planung gutmachen würde, dann käme ich pünktlich am Samstag abend in Wilhelmshaven an. Und das sollte eigentlich kein Problem sein, denn laut Planung hatte ich ein paar recht kurze Etappen vor mir. Ich konnte es also trotzdem einigermaßen gemütlich angehen.

Und das tat ich auch, denn nach einer weiteren kühlen Nacht bin ich wieder recht spät aufgestanden. Im Wald war es auch morgens noch sehr frisch, weil die Bäume kaum Sonnenstrahlen durchließen. Und Sonne gab es! Den ganzen Tag schien die Sonne, und obwohl die Temperaturen kaum nach oben gingen, war es doch so viel angenehmer zu fahren.

Endlich wieder gutes Wetter

Aufnahmestandort:
N 52° 5′ 55.36″, O 7° 3′ 39.84″
Endlich wieder gutes Wetter

Anfangs fuhr ich meistens auf kleinen Neben­straßen, die eigent­lich nur die vielen Höfe verbinden und auf denen kaum Verkehr herrscht. Allerdings waren die Straßen auch nicht immer im besten Zustand, sondern oft ziemlich rauh und ausgiebig geflickt.

Ab Ochtrup fuhr ich dann auf dem Bahntrassenradweg Ochtrup-Rheine externer Link. Dieser hatte leider auf den ersten Kilometern eine recht weiche und sandige Oberfläche, so daß es ein wenig anstrengender wurde. Zwar wird der Weg im Verlauf immer besser, und vor Wettringen ist er dann auch asphaltiert, trotzdem entschied mich mich nach einer kurzen Pause in Wettringen, direkt der Auschilderung Richtung Salzbergen zu folgen. Somit würde ich mir auch die Ortsdurchfahrt von Rheine ersparen und gleichzeitig noch ein paar Kilometer gutmachen.

Bahntrassenradweg von Ochtrup nach Rheine

Aufnahmestandort:
N 52° 12′ 23.19″, O 7° 14′ 17.62″
Bahntrassenradweg von Ochtrup nach Rheine

Das habe ich dann auch, denn obwohl die Ausschilderung nicht durchgängig gut war und ich hinter Haddorf einen kleinen Umweg fuhr, habe ich zwischen Wettringen und Salzbergen rund 8 Kilometer gegenüber der Strecke durch Rheine eingespart.

Ab Salzbergen fuhr ich dann auf dem Radweg Emslandroute, der bis auf ein kleines Waldstück direkt hinter Salzbergen durchgehend sehr gut zu befahren und auch sehr schön ist. Schön war natürlich auch, daß der Wind immer noch mit 2 bis 4 Windstärken von hinten kam. Dadurch, und durch die Abkürzung, hatte ich schon gegen 13 Uhr mein Tagesziel für heute passiert.

Zum Glück nur eine Halbschranke

Aufnahmestandort:
N 52° 12′ 32.23″, O 7° 17′ 52.04″
Zum Glück nur eine Halbschranke

Der Emslandroute folgte ich bis kurz vor Lingen. Am KKW Emsland gab es dann noch mal eine zwar nur etwa 100m lange, aber mit geschätzten 15% sehr knackige Steigung, und das bei sehr lockerem, sandigen Untergrund. Da wurden Erinnerungen an Süddeutschland wach.

Hinter dem KKW geht es dann entlang des Dortmund-Ems-Kanals externer Link durch Lingen durch. Der Radweg am Kanal ist zwar meist ein Schotterweg, aber dieser ist so fest und fein, daß man darauf wunderbar fahren kann. Das schlimmste Stück war ein Stück asphaltierter Weg, der viel holpriger war als die Schotterpiste.

Mancher Ort muß Ohne Namen auskommen

Aufnahmestandort:
N 52° 12′ 32.23″, O 7° 17′ 52.04″
Mancher Ort muß Ohne Namen auskommen

Da es am Kanal so gut zu fahren war, blieb ich auf dem Weg bis Meppen, obwohl ich eigentlich einen anderen Weg geplant hatte. Bei der Planung hatte ich aber den Mittellandkanal externer Link im Hinterkopf, an dem es mit schwerem Mehrspuranhänger wirklich keinen Spaß macht zu fahren. Hier ging es wunderbar, und bei der Gelegenheit kürzte ich gleich nochmal 3 Kilometer ab.

Welcher Bernhard? Denn …

Aufnahmestandort:
N 52° 12′ 39.61″, O 7° 18′ 31.46″
Welcher Bernhard? Denn …

Leider war es etwa 6 Kilometer vor Meppen dann vorbei mit dem schönen Radeln am Kanal. Denn auf dem Kanalweg wurde gebaut, und so mußte ich auf die parallel verlaufende Bundesstraße ausweichen. Diese ist zwar sehr stark befahren, aber auf der ganzen Länge gibt es einen gut ausgebauten Radweg entlang der Straße. Trotzdem, 6 Kilometer, natürlich wieder schnurgerade, an einer so stark befahrenen Straße läßt keine richtige Lust aufkommen.

In Meppen gab es soviele Bäckereien, wie ich sie wohl noch nie auf so dichtem Raum an einem Ort gesehen habe. Also wurden erst mal Brötchen eingekauft. Einen Supermarkt suchte ich allerdings vergeblich, obwohl ich dafür ziemlich viel Zickzack gefahren bin. Nichtmal an einer Tankstelle kam ich vorbei. Ich mußte aber dringend meine Lebensmittelvorräte auffüllen.

… davon gibts in Wettingen viele

Aufnahmestandort:
N 52° 12′ 39.61″, O 7° 18′ 31.46″
… davon gibts in Wettingen viele

Also entschloß ich mich, da es noch früh genug war, bis nach Haren weiterzufahren. Dort würde ich sicher noch eine Gelegenheit zum Einkaufen finden. Denn umkehren und wieder nach Meppen reinfahren wollte ich keinesfalls. Es gibt nichts, was ich so ungern tue wie umkehren, auch wenn mich das manchmal in schwierige Situationen gebracht hat.

Die Ausschilderung Richtung Haren war nicht besonders, so daß ich wohl noch den ein oder anderen Kilometer zuviel zurücklegte. Ich kam zwar nochmal an den Kanal, mußte diesen aber schon nach kurzer Zeit wieder verlassen und an einer Landstraße entlang fahren. Irgendwie bin ich dann trotz Baustelle doch noch nach Haren gekommen, und dort fand ich auch nach kurzer Zeit einen Supermarkt.

Am Emsradweg

Aufnahmestandort:
N 52° 27′ 41.76″, O 7° 19′ 28.3″
Am Emsradweg

Direkt in Haren ist auch ein Campingplatz, was mir sehr gelegen kam. Denn weiterfahren wollte ich sowieso nicht, und eine Dusche konnte ich nun wirklich gut gebrauchen. Immerhin war ich seit Rüdesheim auf keinem Campingplatz mehr gewesen, und das lag nun auch schon wieder 5 Tage zurück.

Der Campingplatz in Haren externer Link war zwar nicht übermäßig voll, aber es ist ein schöner Platz, der absolut empfehlenswert ist. Er ist schön ruhig, hat einwandfreie Sanitäranlagen mit gut beheizten Duschräumen und ist einfach schön. Die einzelnen Stellplätze sind durch Hecken voneinander getrennt, wodurch man gar nicht das Gefühl hat, mit vielen Leuten auf einem Campingplatz zu sein. Auch hatte ich nette Zeltnachbarn, mit denen ich mich noch einige Zeit unterhalten habe.

Dortmund-Ems-Kanal

Aufnahmestandort:
N 52° 35′ 8.23″, O 7° 18′ 39.77″
Dortmund-Ems-Kanal

Nun hatte ich also heute, obwohl ich es gefühlsmäßig eher langsam angegangen war, tatsächlich die zweitlängste Etappe der Tour gefahren und dabei fast einen ganzen Tag gegenüber der Planung gewonnen. Der Hauptgrund dürfte natürlich der Rückenwind gewesen sein, aber auch die Tatsache, daß ich immer fitter werde und immer seltener kleine Pausen einlegen muß.

Von nun an muß ich es wirklich langsamer angehen lassen, wenn ich nicht am Ende noch einen Tag zu früh in Wilhelmshaven ankommen will.


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